Der Bachelor mit virtuellen Rosen

Nach und nach bekomme ich sie alle zum Interview. Heute habe ich ein Interview mit dem Bachelor von Knuddels geführt, bei dem er uns erklären wird, wie weit er mit der Web-IDE ist und ein paar Einblicke in sein Privatleben gewährt.

Sebastian, im Chat unter dem Nicknamen Theinacher anzutreffen, ist der aktuelle Bachelor von Knuddels und lebt in Karlsruhe und studiert an der Hochschule Karlsruhe Medien- und Kommunikations-Informatik.

Bild von Sebastian alias Theinacher

Sei gegrüßt Sebastian, danke dass du dir Zeit für das Interview nimmst. Zum Einstieg gibt es eine leichte Frage zum warm werden. Wie bist du zu Knuddels gekommen?

Den Namen Knuddels hatte ich schon häufiger gehört. Allerdings war ich bisher noch nicht dazu gekommen, mir die Plattform selbst anzuschauen. Auf einer Veranstaltung, auf der sich mehrere IT-Firmen aus der Region präsentierten, habe ich dann auch Mitarbeiter von Knuddels kennengelernt. Das Team und die Firma haben mir gleich gefallen, und auch die Möglichkeit, an einem Produkt arbeiten zu können, welches so viele begeisterte Benutzer hat, hat mich sehr angesprochen.

 

Aktuell bist du dabei dich auf den Bachelorabschluss vorzubereiten. Dafür möchtest du ja eine Web IDE schreiben. Kannst du uns kurz erklären, was eine Web-IDE ist?

Viele Entwickler verwenden integrierte Entwicklungsumgebungen (IDE), die sie beim Entwickeln unterstützen. Neben einem Editor mit vielen nützlichen Funktionen wie Syntax-Highlighting und Auto-Vervollständigung stellen IDEs auch Hilfswerkzeuge für die weiteren Schritte des Entwicklungsprozesses zur Verfügung. So können sie z. B. die Kompilierung des Codes, das Speichern in einer Versionsverwaltung oder den Upload des Codes auf den Server übernehmen, sowie Unterstützung beim Debuggen und bei der Projektverwaltung anbieten.

Auch viele Knuddels-Benutzer nutzen verschiedene IDEs für die Entwicklung von User Apps. Momentan ist der Entwicklungsprozess allerdings noch etwas umständlich und nicht wirklich integriert. Mit Hilfe der UserApps-API.js, die im User App-Entwicklungsportal developer.knuddels.de heruntergeladen werden kann, kann einer IDE zwar die Knuddels-API beigebracht werden, allerdings nutzen dies gerade einmal 61% der gefragten App-Entwickler. Auch muss bei einem Update der API immer manuell die neueste Datei eingebunden werden.

Ein weiteres Problem ist, dass momentan die Apps lokal entwickelt werden und dann zuerst über ein weiteres Programm, einen FTP-Client auf den App-Server hoch geladen werden müssen. Wenn ein Fehler verbessert wird, muss der korrigierte Code wieder zuerst hochgeladen werden, bevor er getestet werden kann.

Um den ganzen Entwicklungsprozess gerade für Einsteiger, aber auch für erfahrene Entwickler zu vereinfachen, entwickele ich gerade eine browserbasierte Web IDE.

Diese Entwicklungsumgebung wird speziell auf die Bedürfnisse von User App-Entwicklern zugeschnitten sein. So kennt sie immer die aktuellste Version der Knuddels-API, so dass der Editor entsprechende Hilfen anbieten kann.

Auch sehr hilfreich ist, dass der Code direkt auf dem App-Server gespeichert wird und so der FTP-Upload entfällt.

Die Web-IDE wird man voraussichtlich direkt im Browser nutzen können, so dass man direkt mit dem Entwickeln von User Apps loslegen kann, ohne zuerst etwas downloaden zu müssen.

Aktueller Stand der WebIDE-Entwicklung
Dieser Screenshot zeigt den momentanen Stand der Web IDE, vermutlich wird sich daran aber noch einiges tun, bis diese veröffentlicht wird.

 

Damit man eine Web-IDE schreiben kann, muss man sich mit der Knuddels API auskennen. Ein Insider hat mir verraten, dass du bereits eine erste App programmiert hast, diese aber noch nicht released ist. Warum eigentlich und worum wird es in dieser App gehen?

Natürlich musste ich mich zuerst einmal ein bisschen in die Knuddels API einarbeiten und den aktuellen Entwicklungsprozess einer User App kennenlernen.

Dafür habe ich eine kleine User-App namens sWord Fight geschrieben. Dabei handelt es sich um einen Tipp-Trainer. Dem Spieler werden Wörter angezeigt, welche er so schnell wie möglich korrekt eintippen muss.

Da es vor allem eine kleine Übung für mich sein sollte, habe ich sie bisher noch nicht veröffentlicht, aber das werde ich in den nächsten Tagen nachholen, wenn ich dazu komme.

 

Neben all dem ganzen Programmieren, braucht man auch etwas zum Ausgleich. Meistens sind dies Hobbys. Was machst du, um von einer Anstrengenden Woche wieder etwas abzuschalten?

In meiner Freizeit programmiere ich natürlich auch gerne, wenn ich die Zeit dazu finde, aber da man nicht immer nur vor dem Computer sitzen kann, treibe ich auch sehr gerne Sport. Insbesondere trainiere ich mehrmals die Woche Jugger, eine spannende, actionreiche Teamsportart, welche Elemente von (Touch-)Rugby und Schwert- / Stockkampf miteinander verbindet und einfach sehr viel Spaß macht.

Jeder fängt mal klein an und der ein oder andere entdeckt das Interesse am Programmieren. Wie bist du zum Programmieren gekommen?

Ich habe mich schon früh mit Computern beschäftigt, und auch schon bald angefangen, selbst Programme zu schreiben. Angefangen mit Excel ;), Visual Basic und TI-Basic (mit dem ich auf meinem TI-Taschenrechner eine einfache Version von Snake geschrieben habe :)), habe ich dann bald auf dem Gymnasium Java gelernt.

Danach war für mich klar, dass für mich nur ein Informatikstudium in Frage kommt. Mit “Medien- und Kommunikations-Informatik” habe ich dann einen interessanten Studiengang gefunden, welcher neben der reinen Informatik auch noch Benutzungsoberflächen und Design behandelt.

 

Hast du ein paar Tipps für Anfänger, die gerade mit dem Programmieren beginnen?

Am einfachsten ist es meiner Meinung nach, mit einem kleinen Projekt loszulegen und dann einfach herum zu experimentieren. Wenn man sich ein Ziel gesetzt hat, hilft das Internet, das dafür notwendige Wissen zu sammeln (die Dokumentation der Sprache, des Frameworks, oder der API, Stack Overflow oder einfach Google). Zu vielen Grundlagen gibt es auch hilfreiche Tutorials.

Auch eine gute IDE kann natürlich den Einsteig vereinfachen, da man so z.B. mithilfe der Autovervollständigung einfach mal schauen kann, was für Funktionen man auf einem Objekt so alles aufrufen kann.

 

Es gibt inzwischen schon die unterschiedlichsten User Apps in Knuddels. Welche der aktuell veröffentlichten Apps, stehen bei dir hoch im Kurs?

Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, alle existierenden User Apps zu testen, da es bereits so viele verschiedene gibt und immer neue dazu kommen.

Es gibt Spiele, die (fast) ausschließlich textbasiert sind, wie zum Beispiel Knuddelonia, Spiele mit HTML Interface, wie der sehr umfangreiche Raum der Wünsche und andere User Apps, die auf andere Weise einfach das Erlebnis in einem MyChannel verbessern. Bei der großen Auswahl ist es schwer, sich festzulegen, aber ich denke, dass für jeden etwas dabei ist.

 

Dankeschön für die tiefen Einblicke in deine Arbeit. Wir drücken dir alle Daumen die wir haben für deine Bachelorarbeit und freuen uns schon auf die Umsetzung der Web-IDE.

Kein Problem, dann mache ich mal mit der Web IDE und meiner Bachelorthesis weiter. Ich hoffe dass die Web-IDE, wenn sie fertig ist, vielen Entwicklern das Entwickeln von User Apps vereinfachen wird :-).

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